10 gute Gründe für eine Geh-Meditation

Inhaltsverzeichnis

Die Gehmeditation hat ihren Ursprung im Buddhismus und Du kannst sie als Teil einer Achtsamkeitspraxis verwenden.

Die Technik hat viele mögliche Vorteile und kann Dir helfen, Dich zu erden und ausgeglichener und gelassener zu fühlen. Sie hilft Dir auch, ein anderes Bewusstsein für Deine Umgebung, Deinen Körper und Deine Gedanken zu entwickeln.

 

Aber was genau ist eine Geh-Meditationspraxis?

Normalerweise gehst Du bei der Gehmeditation im Kreis, in einer geraden Linie oder in einem Labyrinth hin und her. Es ist auch möglich, eine Gehmeditation über eine längere Strecke durchzuführen.

Das Tempo ist langsam und kann je nach der spezifischen Technik variieren. Häufig führen Praktizierende zwischen den sitzenden Meditationen eine Geh-Meditation durch.

Beispiele für Gehmeditationen sind:

  • kinhin
  • theravada
  • vipassana

 

Die Techniken können so detailliert sein, dass man jeden Schritt in sechs Teile zerlegt oder einfach nur gedanklich in einem Raum spazieren geht. Du kannst Deinen Atem oder ein Mantra einbeziehen.

Du fragst Dich, welche Vorteile diese Praktik mit sich bringt? Hier kommen die Antworten:

 

1.Förderung der Durchblutung

Gehmeditation wird häufig von Menschen verwendet, die lange sitzen. Die Gehübung hilft, das Blut, vor allem in die Beine, fließen zu lassen. Sie hilft, das Gefühl von Trägheit oder Stagnation zu lindern.

Achtsames Gehen ist auch eine gute Möglichkeit, die Blutzirkulation anzukurbeln und den Energiepegel zu erhöhen, wenn Du über längere Zeit im Sitzen arbeitest.

 

2. Verbessert die Verdauung

Ein Spaziergang nach dem Essen ist eine fantastische Möglichkeit, die Verdauung anzukurbeln, besonders wenn Du Dich schwer oder satt fühlst.

Bewegung hilft dem Essen, sich durch Deinen Verdauungstrakt zu bewegen, und kann auch Verstopfung vorbeugen.

 

3. Verringert Angstzustände

Wenn Du Dein Stressniveau senken möchtest, kann es nützlich sein, vor oder nach dem Training eine sitzende Meditationspraxis durchzuführen.

Eine 2017 an jungen Erwachsenen durchgeführte Studie zeigte, dass Gehen in Kombination mit Meditation wirksame zur Verringerung von Angstsymptomen beiträgt.1

 

4. Verbessert den Blutzuckerspiegel und Kreislauf

Eine kleine Studie aus dem Jahr 2016 kam zu dem Schluss, dass eine buddhistisch begründete Gehmeditationspraxis einen positiven Effekt auf den Blutzuckerspiegel und Kreislauf bei Menschen mit Typ-2-Diabetes hat.2

Die Menschen praktizierten achtsames oder traditionelles Gehen 30 Minuten lang, dreimal pro Woche, 12 Wochen lang. Die Gruppe, die die buddhistische Gehpraxis ausübte, zeigte mehr Verbesserung als die Gruppe, die traditionelles Gehen praktizierte.

 

5. Lindert Depressionen

Es ist wichtig, aktiv zu bleiben, besonders wenn man älter wird. Regelmäßige Bewegung hilft, die Fitness zu steigern und die Stimmung zu verbessern – beides ist bei älteren Erwachsenen gefährdet.

Laut einer kleinen Studie aus dem Jahr 2014 hatten ältere Menschen weniger Symptome einer Depression, nachdem sie 12 Wochen lang dreimal wöchentlich buddhistische Gehmeditationen praktiziert hatten.3 Sie verbesserten auch ihren Blutdruck und ihre funktionelle Fitness, was durch das Gehen erreicht werden kann.

 

6. Verbessert das Wohlbefinden

Wenn möglich, mache einen Spaziergang in der Natur, z.B. in einem Park, Garten oder an einem Ort mit Bäumen. Dies wird Dein allgemeines Wohlbefinden steigern und Dir helfen, Dich ausgeglichener zu fühlen.

Die Praxis des Waldbadens ist in Japan wegen ihrer Vorzüge wie Entspannung und erhöhte Gehirnaktivität sehr beliebt und wird als gängige Therapiemethode eingesetzt.

Laut einer Studie aus dem Jahr 2018 zeigten Menschen, die 15 Minuten lang in einem Bambuswald spazieren gingen, Verbesserungen ihrer Stimmung, Angstzustände und Blutdrucks.4

 

7. Verbessert die Schlafqualität

Um die Vorteile des Trainings zu nutzen, ist es nicht notwendig, immer nur ntensiv zu trainieren. Forschungen aus dem Jahr 2019 haben gezeigt, dass regelmäßige moderate Bewegung einen positiven Einfluss auf die Schlafqualität hat.5

Das Gehen kann dazu beitragen, die Flexibilität zu verbessern und die Muskelspannung zu verringern, so dass Du Dich körperlich besser fühlst. Außerdem wirst Du mit größerer Wahrscheinlichkeit Stress- und Angstgefühle abbauen, insbesondere wenn Du morgens in die Gänge kommst.

 

8. Macht Bewegung zum Vergnügen

Wenn Du einen Achtsamkeitsaspekt in Deine Fitness-Routine einbaust, kann das Training angenehmer sein.

Forscher einer kleinen Studie aus dem Jahr 2018 fanden heraus, dass Menschen, die sich eine Achtsamkeitsaufnahme anhörten, während sie einen 10-minütigen Spaziergang auf einem Laufband machten, die Aktivität als angenehmer empfanden.6 Sie wurden angewiesen, ihre körperlichen Empfindungen auf eine nicht wertende Art und Weise wahrzunehmen.

Dies deutet auf die Wahrscheinlichkeit hin, dass Achtsamkeit dazu anregen kann, sich auf andere Weise mit der Bewegung zu verbinden.

 

9. Inspiriert die Kreativität

Das Üben von Achtsamkeit kann Dir mehr Klarheit und Konzentration für Deine Denkmuster bringen, was wiederum Deine Kreativität anregen kann.

Forschungen aus dem Jahr 2015 weisen auf den Zusammenhang zwischen Achtsamkeit und Kreativität hin.7 Es sind weitere Studien erforderlich, die spezifische Aspekte der Kreativität im Zusammenhang mit Achtsamkeit untersuchen.

 

10. Verbessert das Gleichgewicht

Eine Studie aus dem Jahr 2019 an älteren Frauen deutet darauf hin, dass die Gehmeditation ein besseres Gleichgewicht sowie die Wahrnehmung und Koordination der Knöchel fördern kann.8

Die Praxis beinhaltet die Wahrnehmung von Bein- und Knöchelbewegungen beim langsamen Gehen.

 

Mache das achtsame Gehen zu einem Teil Deines Tages

Hier sind ein paar Tipps, die Dir den Einstieg in eine konsequente Gehmeditationsroutine erleichtern können:

 

Achte auf den gegenwärtigen Moment

Jeden Augenblick im Auge zu behalten, ist eine Gewohnheit, die Zeit braucht, um kultiviert zu werden.

Bringe Deinen Geist so oft wie möglich auf den gegenwärtigen Moment, wenn Du zu irgendeinem Zeitpunkt Deines Tages gehst. Konzentriere Dich auf die Geräusche um Dich herum, Deinen Atem oder irgendwelche Körperempfindungen. Stimme Dich auf Deine Gedanken ein und beobachte sie, wie sie kommen und gehen.

Beobachten Sie, wie sich die Praxis ändert, wenn Sie in Eile zu einem Ziel laufen, im Gegensatz zu langsamem Gehen.

 

Verbinde das achtsame Gehen bewusst mit Boxbreathing

Bewegung als Teil Deiner Morgenroutine ist ein sehr probates Mittel, um Deine Gesundheit positiv zu beeinflussen. Nicht umsonst ist das Gehen fester Bestandteil unseres Mantras: Walk. Breath. Hydrate.

Wenn Du das nächste Mal Deinen Morgenspaziergang (oder natürlich auch zu jeder anderen Zeit) absolvierst, gehe bewusst in ein nasales 4/4/4/4-Boxbreathing und wähle ein Gehtempo, das es Dir ermöglicht, den Mund geschlossen zu halten. Abgesehen von der meditativen Wirkung wird dies ein hervorragendes Training sein, die Suaerstoffversorgung Deines Körpers zu schulen. Dies wird Dir spätestens in kräftezehrenden Workouts zu Gute kommen!

 

Persönliche Erfahrungen

Wie Du vermutlich bereits weißt, ist sowohl das Gehen als auch das Meditieren fester Bestandteil unseres Alltags. Da der Tag nach Adam Riese nur 24 Stunden hat und diese sehr häufig sehr gefüllt sind, kann es nicht schaden, beide Elemente zu vereinen. Diese Überlegung war unser Startschuss in diese Praxis. Und obwohl wir beide eine ruhende Position für eine Meditation bevorzugen, ist mittlerweile die Verbindung aus Gehen und Boxbreathing stark verankert, d.h. sofern wir nicht gemeinsam walken oder in irgendeiner anderen Art den Mund aufmachen müssen (Miszek führt seine Telefonate am liebsten beim Gehen) bleibt der Mund geschlossen. Die Verbindung zu einer achtsamen Atmung führt zu einem sehr präsenten Dasein. Und tatsächlich hat sich dies auch als sehr großer Vorteil bei recht cardiolastigen Trainingseinheiten erwiesen. Probier es mal aus!

 

Deine Domi und Dein Miszek

 

Referenzen:

 

(1): https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/0890117117744913

(2): https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0965229916300346?via%3Dihub

(3): https://www.liebertpub.com/doi/10.1089/acm.2013.0205

(4): https://www.hindawi.com/journals/ecam/2018/9653857/

(5): https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/21679169.2019.1623314

(6): https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5841682/

(7): https://edisciplinas.usp.br/pluginfile.php/3312692/mod_resource/content/1/Meta-analysis%20Criatividade.pdf

(8): https://www.bodyworkmovementtherapies.com/article/S1360-8592(18)30451-0/fulltext

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Miszek Damer

Miszek Damer

31 Jahre, Ökotrophologe, Gründer der bluzone und Director of Human Optimization

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